Kopf

Häufige Fragen

Welche gesundheitlichen Risiken gibt es auf den Touren?
Zunächst mal: Mit auf Tour kommt Erste und Zweite Hilfe! Letztere beinhaltet konventionelle, aber auch alternative Quacksalbereien und Pülverchen für die täglichen kleinen und mittleren Wehwehchen. Erste Hilfe nehmen wir sogar mit zum Abismo hoch, dies muß im Ernstfall dann wirklich Hilfe sein: Zwei Meter Klopapier weiß man erst zu schätzen, hat man daran nicht gedacht... - und urplötzlich wollen alle Därme leer sein... Augentropfen und Akut-Schmerzmittel stecken ebenso in der Mobil-Apotheke wie ein Verzögerungsmedikament bei Schlangenbiß.
Damit bin ich schon bei einer der am häufigsten gestellten Fragen angekommen:


Wie sieht es hier aus mit Schlangen, Spinnen, Vampirfledermäusen, Zitteraalen, Malaria, Gelbfieber, Bilharziose und ähnlichem Kram?
Gibt´s alles! Venezuela hat nicht nur die schönsten Frauen der Welt, das am längsten reichende Erdöl, das schönste Gold und die weltweit ausgeprägteste Korruption, es hat eben auch die meisten Schlangenarten. Trotzdem arbeite ich in der Mine barfuß und auf den Weg bis hin und zurück habe ich meist Badeschlappen an. Es kann also gar nicht so wild sein!? Bei einer Tour laufe ich sowieso stets als Erster - die Nächsten und die Letzten werden vielleicht von den Hunden... aber keinesfalls von einer Schlange gebissen! Zitteraale, Piranhas, Malaria, Gelbfieber und Bilharziose sind hier oben auf dem Guayana-Schild kein Thema (jedenfalls nicht dort wohin wir gehen). Das Wasser der Bäche und Flüsse wird nachts so kalt und es ist aufgrund des sehr hohen Gehaltes an Tanninsäure so sauer (bestes Trinkwasser!), daß es keine Vermehrungs- bzw. Futtergrundlage darstellt. In tiefergelegenen Minen und dem restlichen Tiefland ist Malaria jedoch existent!

Welche Prophylaxe oder Impfungen sind vor einer Tour zu empfehlen?
Gelbfieberfälle sind bekannt, jedoch in einer so geringen Häufigkeit (meistens Brasilien-Importe), so daß es kaum der Rede wert ist. Malaria ist verbreiteter, hält sich allerdings in Grenzen - keinerlei Grund zur Aufregung! Da es meines Wissens keine absolut sichere Propylaxe gibt (nur 50%iger Schutz), halte ich persönlich das für großen kommerziellen Quatsch - ein Mädel kann ja auch nicht halbschwanger sein!

Viel wichtiger als alle Voraus-Panikmache ist, sich dann hier vor Ort mit den in der Tat vorkommenden Gefahren auseinanderzusetzen...
Möchte ich eine Straße überqueren, aber nicht überfahren werden, dann warte ich ja auch, bis gerade mal keine Autos kommen. Und standen meine Trekkingstiefel die ganze Nacht unter meiner Hängematte auf´m Urwaldboden, sollten sie vor dem Anziehen ausgeschüttelt werden, um sicher zu gehen, daß kein Skorpion darin pennt!
Die Chance, daß ein europäischer, goldkettchenbehangener und im Safari-Look frisch eingekleideter Tourist - welcher obendrein noch die Rolex-Kopie aus Thailand und modernste Foto- und Videotechnik zur Schau stellt - beklaut wird,  ist um das Tausendfache höher, als daß er einen Malaria-Erreger eingeimpft bekommt, von Anakondas umschlungen, von Piranha-Schwärmen angeknabbert oder von Zitteraalen elektrogefoltert wird... (Auf das Thema Sicherheit und persönliches Auftreten hier im Land gehe ich mündlich ein, wenn es soweit ist.)
So, hier ist jetzt ein schön versteckter Platz um etwas loszuwerden, ohne einen Extra-Link einzurichten, der mir dann nur Probleme mit der Tourismusbehörde bescheren würde... Folgendes ist nicht an potentielle Touristen gerichtet!!! Aber sehr wohl an Interessierte an gerade dieser Tour! (Aus gutem Grund ist Juno rund - und ich bleibe beim Deutsch!) Vor Jahren verkaufte ich hier als Erster Fleischspieße mitten auf der Straße...- mittlerweile gibt´s Schaschlik (Zonen-Slang) an vielen Ecken. Finde ich gut! Aus meinem bestens laufendem Cafe Goldfieber wurde Goldrausch - und aus Geschäft wurde Ruin... Achselzucken: Ihr seid doch lächerlich! Beklaut...? Diese Rechnung ist noch offen! Der Drang mich zu kopieren und mir alles nachzumachen existiert, seitdem ich hier bin... Wer jedoch versucht meine Touren zu kopieren...- der erntet mehr als ein Achselzucken. Darauf mein Wort!!!
Viele Jahre lebte ich ausschließlich von der Suche nach Gold und Diamanten. Es war nicht immer Luxus! Oft waren es sehr magere Zeiten... Doch gerade in diesen dürren Wochen und Monaten erlebte ich Solidaridät, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft meiner Kollegen und Nachbarn in der Mine. Dutzende von Storys wurden mir erzählt, viele ereigneten sich mit diesen Leuten zusammen, etliche erlebte ich mutterseelenalleine. Es waren harte Jahre - späte Lehrjahre des echten Lebens! Und eben jene Erfahrungen dieser Zeit bilden das Kenntnis-Fundament meiner jetzigen Touren.
Das lasse ich mir nicht wegnehmen! Wer dennoch versucht mich zu kopieren, der soll sich bitte an den Kanadier erinnern. Diesem wurde vorgeschlagen sich im Tourismusgewerbe den Normen, den moralischen Regeln entsprechend zu benehmen - ansonsten: Ohr ab! Meine Messer sind stets haarscharf geschliffen. Zwei von Euch waren damals präsent! Auch die Gerüchte über mich, bzw. über den Einsatz meiner Flinte haben einen sehr wohl wahren Kern! Ihr könnt früher ´ne Bank überfallen oder Eure Eltern beklaut haben, Eure Vergangenheit ist für mich nicht relevant! Aber Wortbruch und Kameradendiebstahl hier unter unseresgleichen sehr wohl! Diesbezüglich bin ich etwas konservativ. Wer mich oder auch nur meinen Ruf kennt, weiß auch: Manchmal passieren eben solche Sachen... Ein aus Versehen gelöster Schuß war doch ein Unfall! Trifft der dann ausgerechnet noch das rechte Knie..., naja  - eben Zufall! Das erkläre ich dem Staatsanwalt schon so, daß er das versteht...                                              
Soviel zur Konkurrenz! Jetzt mal noch einen Satz über mögliche Zusammenarbeit: Wer sich in der Beschreibung meiner Person wiedererkennt, obendrein noch von Deutschland die Schnauze voll hat, sich vorstellen kann, nach Gold und Diamanten (professionell) zu suchen, den Nagel in die und den Arsch an die Wand kriegt und sich zutraut, (nach Einarbeitungszeit) aller 6 Wochen eine Dschungeltour mit Touristen zu machen... - der melde sich bei mir!

Kann ich auch Touren in andere Landesteile bei dir buchen?
Für die Zusammenstellung verschiedener Touren, d.h. für eine Gesamtreise durch das Land bin ich keinesfalls der richtige Mann! Wochenlang bei Wasser und Brot mit Spitzhacke und Schaufel...- das macht man halt mal; einen ganzen deutschen Winter lang jede Nacht bis es hell wird knapp 2000 Manuskriptseiten zu füllen...- geht auch. Aber nur von Hand! Und das macht mir sogar Spaß! Aber: Eine einzige Seite an einem Computer zu schreiben kostet mich zwei Nächte und pro Nacht zwei Liter Schweißverlust, in der dritten Nacht wird die eine Seite korrigiert und in der vierten wieder umgeschrieben... Mir stellen sich schon die Unterarm-Haare auf bei der reinen Vorstellung einen Computer völlig allein bedienen zu müssen! In meinem tiefsten Inneren wehrt sich alles, wenn die Optik an´s Hirn meldet: Da steht ein Bildschirm mit einer Tastatur!
Ihr könnt mir Eure Wünsche sagen - und ich gebe im Höchstfall Empfehlungen dazu... Und selbst dafür brauche ich eine Fax-Nummer von Euch. Im alleroptimalsten Fall mache ich sogar mal eine Rundreise ab und bis Flughafen Caracas - einmal aller zwei Jahre! Mein Schwerpunkt ist und bleibt aber das Golfieber hier! Und natürlich meine Familie, meine Arbeit in der Mine, meine Baustelle hier und, und, und.
Die Logistik lege ich besser in die Haende der einzigen Firma hier vor Ort, zu der ich Vertrauen habe. Außerdem sind das Leute, welche so ziemlich ähnlich wie ich über das Thema Tourismus denken...
Rawlings ist der Ansprechpartner in Santa Elena, er (als englischsprachiger Guyanes-Indianer) war lange Jahre Ausbilder für Diamantentaucher. Touristen - die sind eben sein Hobby! Letzterer ist zuständig für die Einstellung bzw. Anmietung von Fahrern, Führern und Trägern, für die gesamte Planung jeder Tour... Und bei den Auswahlkriterien für neue Mitarbeitern geht es bei ihm nur sekundär um finanzielle Hintergründe. Primär wird Wert auf Eigenschaften gelegt, welche in Südamerika eher selten anzutreffen sind, als da wären: Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, stets höfliches Erscheinungsbild, Kenntnis der jeweils eigenen alkoholischen Grenzen (ganz wichtig z.B. am  nächtlichen Lagerfeuer) und nicht zuletzt ein gewisses Interesse an dem, was jemand tut.

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