Kopf

Wochenkurs im Gold- & Diamantenwaschen
Mit mir lernt ihr alles über Gold und Diamanten in Theorie und Praxis!



Reguläre Dauer: 6 Arbeitstage - ohne Sonntag; Anreisetag wie bei den Goldfieber-Touren beschrieben - inklusive ausführlichster Theorie.

Teilnehmeranzahl: max. 4 Personen, wenn sie sich schon vorher kannten (Ausnahme: Biker, welche schon lange zusammen fahren - dann natürlich auch Rabatt!). Eine ungerade Zahl wäre jedoch optimaler, damit ich auch Teil eines Teams sein kann - schlußendlich bin ich sehr gern Gold- und Diamantenwäscher, ich kann nicht auf einem Stein sitzen und zugucken wie Ihr die Siebe dreht, da kribbelt es mir viel zu toll in den Fingern...

Ablauf: Der Jeep wird vollgestopft mit Fressalien und Werkzeug - und dann geht es los. Nach ein paar Stunden Gerüttel, Staub oder Schlamm erreichen wir unseren Wohnort für die kommende Woche. Nicht erschrecken: Goldsucher gehen mit ‘nem Spaten auf’s Klo und duschen sich mit kaltem Flußwasser, wir brauchen ja keinen Luxus - den haben wir daheim - wir wollen doch Abenteuer! Übernachtet wird in einem von 3 - 4 zur Verfügung stehenden Camps von Goldsucherkollegen oder Indianern. Wer nicht in einer Hängematte (mit Mosquitonetz) schlafen kann oder will, der bekommt eben ein kleines Zelt für sich allein! Jeder richtet sich ein, lernt die Gegend kennen und in der Nähe kann man schon den ersten Mineros zugucken.

Im Laufe dieser Woche stelle ich Euch die verschiedensten Methoden der Gold- und Diamantenförderung vor. Mein Hauptanliegen ist allerdings, daß Ihr selbst das Goldwaschen lernt und das normale Goldsucher-Leben lebt!
Den letztendlichen, genauen Ablaufplan dieser 6 Tage legen wir an Eurem Ankunftstag nach der Goldschau fest. Bewährt hat sich einen Tag selbst zu arbeiten und am folgenden Tag andere Mineros zu besuchen, um zu schauen wie die arbeiten. Jeder lernt zuerst einmal die Siebe zu drehen und mit einer Goldwaschschüssel umzugehen. Ist die Technik soweit in Ordnung, daß kaum noch Gefahr besteht, Gold oder Diamanten beim Waschen zu verlieren, vermittle ich Euch nochmals etwas Theorie vor Ort. Gold und die Klitzersteinchen findet man hier nur in Seifen, also in Sekundärvorkommen- dort wo gerade ein Fluß fließt oder vor Urzeiten floß. Danach ist Euer kluges Denken gefragt. Nach meinen Hinweisen und selbstverständlichen Basis-Informationen (ich liefere die gold- und diamantenbezogene Historik zu jeglichem Fluß, Bach oder trockener Ebene) - entscheidet Ihr, wo wir anfangen! Dies hat dann aber nichts mehr mit stümperhaften Probieren zu tun, das ist dann echter (aber hier ziemlich normaler) Minero-Alltag! Schaufeln, Schleppen, Waschen...- das ist der Job eines Mineros. Über das Wetter redet keiner, nicht über Hunger, Durst oder quälende Stechviecher...- einmal angefangen geht es nur noch um Diamanten; sogar die Größe der Goldflitter oder Goldkörnchen ist nur noch hoffender Hinweis auf die Karatschwere der zu erwartenden Diamanten! Ab diesem Zeitpunkt wird jeder von Euch schon von allen Goldsuchern der Gegend mit Respekt behandelt!

Auch wer in Europa schon Gold wusch (meist mit der typischen Klondike-Pfanne, also Hin- und Herbewegungen), muß hier seine Motorik umstellen. In ganz Südamerika wäscht man das Gold mittels einer konusförmigen Schüssel aus (ich habe welche aus Blech, ziehe jedoch die hölzernen vor). Der Umgang mit den drei Diamantensieben ist relativ leicht zu lernen, der mit der Schüssel... - naja. Aber ich gebe mein Wort, daß jeder einzelne von Euch irgendwann in dieser Woche schnallt wie’s geht! Wir machen sowieso keinerlei Trockenübungen - von Anfang an waschen wir nur gutes, gold- und diamantenhaltiges Material!

Die meiste Zeit verbringen wir mit Handarbeit, also mit Spitzhacke, Schaufel, Brechstange und Eimer. Gearbeitet wird in Zweier-Teams (einer gräbt und trägt das Material zum Fluß, der andere wäscht; mittags wird gewechselt). Jeder darf behalten, was er selbst ausgewaschen hat! Ausnahmen sind: Nuggets ab einem Gramm, Diamanten ab einem Karat. Um niemanden zu benachteiligen, werden diese Stücke verkauft und der Erlös im Team geteilt - oder sie werden ausgelost. Ebenso der Tag mit dem Motor-Abbruchhammer, dort faßt jeder mit an, wo er gebraucht wird (Seilwinden, Motorhammer, Balkenhebel etc.) und der Produktionserlös wird wie beschrieben aufgeteilt.

Arbeiten wir in einer fremden Mine mit, in der mit Motoren gearbeitet wird (und wo wir auch gut übernachten können), gehört der Produktionserlös natürlich dem Eigner des jeweiligen Equipments! Ausnahme hier: Wenn wir einen Tag lang mit meiner Ausrüstung und mit meiner Minenmannschaft werkeln, wird der Ertrag dieses Tages durch die Anzahl der Arbeiter geteilt!

Sonntag fahren wir nach El Paují oder in ein anderes Minendörfchen. Dort trudeln jedes Wochenende Mineros aus der weitläufigen Gegend ein... Und “weitläufig” bedeutet hier in der Tat “weit gelaufen”. Manche laufen 6 Stunden, um in einem Miniladen ihr Gold und ihre Steinchen zu verkaufen, ihren Wocheneinkauf zu tätigen oder vom restlichen Geld eine Fiesta anzukurbeln... - und um montags im Morgengrauen einen Fußmarsch von wiederum einigen Stunden zu beginnen... Mit bis zu 50 Kilo Lebensmitteln auf’m Kreuz!
Aha - Nachtrag zum El Paují-Wochenende: Wir kaufen dort (oder sonstwo) von den Mineros Gold auf..., und zahlen ein klein wenig mehr als die Bodegabesitzer oder sonstige Aufkäufer. Dies spricht sich in Windeseile herum und alle kommen zu uns - und zeigen uns natürlich auch ihre Diamanten... Und diese sind dann unser Geschäft!!!

Ich gebe keine Fundgarantie! Hier in dieser Beschreibung zu behaupten: 'Spätestens am dritten Tag findet jeder einen Einkaräter!’ wäre unseriös bzw. totaler Blödsinn - und Negativreklame, die Ihr dann für mich machen würdet. Der Verdienst, bzw. die Tagesproduktion eines Gold- und Diamantenwäschers ist sowieso das genaue Gegenteil von “geregeltem Einkommen”! Was ich jedoch sehr wohl garantieren kann ist: Je größer die Blasen an der Hand..., desto mehr Gold und Diamanten wird ein Kurs-Teilnehmer mit heim nehmen! Leer geht keiner aus!!!

Jedoch spätestens bei Abreise wird jedem klar geworden sein, daß es überhaupt nicht um den finanziellen Wert von Gold und Diamanten geht. Es geht primär darum, etwas zu erleben, was es in dieser Form in Europa nicht annähernd gibt.

Klar, einige von Euch kamen und werden kommen, um sich irgendwelche Sorgen und Belastungen aus dem Kopf zu blasen. Aber: Ich bin kein Heiler von Manager-Syndromen! Was ich allerdings kann und tun werde (hat nur sekundär mit Gold zu schaffen...) ist, Euch Menschen vorzustellen, die so wenig besitzen, daß sie all ihre Habe mit einem Mal auf dem Rücken wegtragen können, um an einem anderen Bach neues Glück zu versuchen. Dies ist (sogar für Latino-Verhältnisse) ein Ausnahme-Menschenschlag... Jene Leute leben bzw. überleben mit einer (für Otto-Normaleuropäer) unvorstellbaren, schon an Lethargie grenzender Schicksalsergebenheit. Sie verrichten äußerst schwere Arbeit unter widrigsten Umständen unterhalb jeglicher vorstellbarer Armutsgrenze - und sind damit nicht etwa nur zufrieden..., nein, sie sind absolut ausgeglichen und glücklich! Das Wort "Streß" kann niemand von ihnen definieren - das ist eine Krankheit, welche nur in nordamerikanischen Seifenopern auftritt! Zwar steht man schon im Morgengrauen auf, jedoch spielt sich der ganze Tagesablauf ruhig ab; ohne Eile (und schon gar nicht hektisch) beginnt ein jeglicher Gold- und Diamantensucher sein tägliches Leben. Unpünktlichkeit ist eh das Synonym für lateinamerikanische Mentalität. Einer der ungezählten Minero-Sprüche lautet: "Man findet nicht den großen Diamant! Der läßt sich finden..." Wie jeder Mensch in seinem Leben, so hat auch ein Riesen-Diamant seine Bestimmung. Er ist nur für einen einzigen Finder bestimmt! Daran glaubt hier jeder so felsenfest, daß es schon Wissen ist. Weshalb also sich beeilen? Ist der Große für mich,... dann habe ich ihn heute im Sieb, und wenn heute nicht... - morgen ist ja auch noch ein Tag! Man darf nur nicht danach gieren. Finde ich ihn nie, ... dann war er eben nicht für mich bestimmt.

Diese Mineros - aus europäisch arroganter Sicht - sind nichts, sie haben nichts und sie werden auf ewige Zeiten so weiterleben. Sie kennen nur ein einziges Ziel, einen einzigen Wunsch...: Den “Großen” zu finden! Den Riesen-Diamant, der ihnen ein Leben in Luxus ermöglicht. Aber selbst wenn dieser Fall eintreten sollte (Beispiele gibt´s zu hauf!) ... - sind sie viel zu lange Minero gewesen, um Gold und Geld für die Zukunft anlegen zu können. Zuerst muß gefeiert werden! Ist die Fiesta dann irgendwann zu Ende... - ist auch keine Kohle mehr da! Doch es war Leben! Richtiges Leben. Ob es nun drei Tage, drei Wochen oder drei Monate waren... Immer mit den schönsten Frauen, bei bestem Essen, dem teuersten Whisky und im teuersten Hotel.

Ein kleines Beispiel (obwohl ich weiß, das so etwas üblicherweise nicht in eine Tour-Beschreibung gehört): El Doctor findet einen perfekten 17-Karäter und will sich dafür in Caracas ein Hotel kaufen... Nach genau drei Monaten steht er wieder hier auf der Matte und bettelt einen Bodegabesitzer im Dorf um einen Sack Lebensmittel an. Ich streite mich mit Maria: ‘Wie doof kann ein Mann sein, um 27.000 $ in drei Monaten zu verprassen?' Sie jedoch antwortet: 'Franco! Du hortest Geld, du schacherst, du kaufst Diamanten auf, du tauchst selbst, du machst Transporte, du schmuggelst... - alles was du machst bringt dir Verdienst... Und dann wird dein Haus vom Blitz getroffen... Alles verbrennt. (Dies war wirklich so!). Franco - vergleiche dich mit El Doctor. Du hast alles verloren... - er hat alles verloren... Aber: Du hast eine verbitterte Erinnerung an deinen Verlust... - er jedoch ist sehr stolz auf seine drei Monate gelebtes Leben - ohne einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, daß von dem Geld nichts mehr da ist.'

Na, dies ist eigentlich eine Lagerfeuer-Geschichte, doch nun steht sie hier geschrieben. Sie hilft Euch vielleicht, mich und das was Euch hier erwartet besser einschätzen zu können.

Als Abschluß: Ich weiß sehr gut, daß meine Preise nicht die billigsten sind, jedoch bin ich anders als andere, denn was ich mache, mache ich so gut ich’s kann - und ich möchte (auf sehr lange Sicht) selber Spaß daran haben! Dies wäre schon nach einem Jahr nicht mehr der Fall, würde ich 4 billige Schnellkurse pro Monat geben. Sobald jemand nur etwas wegen des Gehaltes, des Lohnes, des Soldes tut - leidet die Qualität.

Interesse ? Dann gleich hier mit mir in Kontakt treten!

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